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Unsere Leistungen im Bereich Geburtshilfe

Schwangerschaftsvorsorge

Die Schwangerschaftsvorsorge erfolgt nach den Bestimmungen der gesetzlichen Mutterschaftsrichtlinien.

 

Ein besonderer Schwerpunkt unserer Praxis liegt in der Betreuung von Risikoschwangerschaften sowie der Durchführung einer spezialisierten vorgeburtlichen Ultraschalldiagnostik einschl. der mitunter erforderlichen diagnostischen Punktionsverfahren (i.e. Mutter Kuchen-/Fruchtwasserpunktion). Auch in risikobelasteten Situationen und bei ungewöhnlichen Befunden können wir somit die Versorgung über die gesamte Schwangerschaft „aus einer Hand“ gewährleisten.

 

In der Schwangerschaft spielt die Ultraschalldiagnostik eine ganz bedeutende Rolle. In diesem Rahmen erfolgt durch die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) eine Anerkennung der Qualität in 3 Stufen, die regelmäßig überprüft wird. In der Stufe II ist der Untersucher für besondere Ultraschalluntersuchung des Kindes zertifiziert. Unterstützt durch die langjährige DEGUM-II-Stufen-Anerkennung von Dr. Waibel führen wir diese Leistung in unserer Praxis auf hohem Niveau durch.

 

Ersttrimesterscreening – „Nackenfaltenmessung“:

Diese Untersuchung soll feststellen, ob ein erhöhtes Risiko vorliegt für gewisse Chromosomenstörungen, die mit steigenden mütterlichen Alter zunehmen - die Häufigste stellt in diesem Rahmen die Trisomie 21 (auch Down-Syndrom) dar. Anhand verschiedener Ultraschallkriterien des Kindes und der Bestimmung von 2 Hormonwerten aus dem mütterlichen Blut kann das Risiko über ein Computerverfahren berechnet werden. Die Untersuchung kann nur bei einer Zertifizierung der Ärztin/des Arztes durchgeführt werden.

 

Bei uns erfolgt die Untersuchung meist in der 13./14. Schwangerschaftswoche, die Blutabnahme vorgeschaltet in der 10./11. Schwangerschaftswoche. Wir kombinieren die Untersuchung grundsätzlich mit einer dezidierten Ultraschalluntersuchung des ganzen Kindes einschl. des kindlichen Herzens, da eine Vielzahl von Auffälligkeiten/Erkrankungen bereits in diesem Schwangerschaftsalter feststellbar sind.

 

Detaillierte Informationen stehen in unserer Praxis zur Verfügung, da eine komplette Darstellung des sehr anspruchsvollen Verfahrens die Möglichkeiten einer Internet- Präsentation übersteigt.

 

Alle drei Ärzte der Praxis besitzen die Zertifizierung nach Richtlinien der FMF Deutschland.

 

Fehlbildungsultraschall

Bei bestimmten Fragestellungen (Vorliegen oder Verdacht auf sonomorphologische Auffälligkeiten) ist eine weitergehende, detaillierte Organultraschalluntersuchung angezeigt. Hierbei werden sämtliche Organe des Kindes untersucht. In der Regel erfolgen auch eine Echokardiographie sowie eine Dopplersonographie. In seltenen Fällen ist eine invasive Diagnostik indiziert. 

 

Die Untersuchung kann zu jedem Zeitpunkt der Schwangerschaft durchgeführt werden, in der Regel im zweiten Schwangerschaftsdrittel (Trimenon) statt.

Dopplersonographie

Die Doppler- Methode ist eine spezielle Untersuchung mit der es möglich ist, Blutströme durch Ultraschall darzustellen und ihre Geschwindigkeiten zu messen.

 

Man kann auf diese Weise einerseits die Bildgebung des Ultraschalls durch zusätzliche Informationen erweitern (z.B. Darstellung der Blutströme im kindlichen Herzen). Andererseits ist es möglich, durch Messung der Blutströmungsmuster frühzeitig festzustellen, dass eine Mangelversorgung des Kindes oder aber eine verminderte Durchblutung der Placenta (Mutterkuchen) über die zuführenden mütterlichen Gefäße droht. 

Fetale Echokardiographie

Die fetale Echocardiographie ist die Untersuchung des kindlichen Herzens im Mutterleib durch Ultraschall und Doppler-Ultraschall.

 

Das Herz ist anatomisch ein sehr komplexes und schwierig darzustellendes Organ, seine Untersuchung bedarf daher einer speziellen Ausbildung und Erfahrung. Herzfehler sind andererseits häufige Fehlbildungen, die oft auch Rückschlüsse auf weitere Anomalien des Feten zulassen.

 

Die Möglichkeit zur fetalen Echocardiographie stellt daher einen wichtigen Baustein in der vorgeburtlichen Diagnostik dar. Die meisten Herzfehler können auf diese Weise bis zur 20. Schwangerschaftswoche erkannt werden. 

Diagnostische Punktion / Invasive Diagnostik

Amniocentese und Chorionzottenbiopsie (= Fruchtwasserpunktion/ Mutterkuchenpunktion) stellen 2 unterschiedliche Verfahren dar. Letztlich wird bei beiden Verfahren durch eine Nadelpunktion unter laufender Ultraschallkontrolle durch die Bauchdecken und die Gebärmutterwand kindliches Gewebe gewonnen, welches dann weiter untersucht wird (z.B. Bestimmung des Erbmaterials (Chromosomenanalyse), Infektionsdiagnostik, Bestimmung der kindlichen Blutgruppe).

 

Beide Methoden haben ein (geringes) Eingriffsrisiko, welches deutlich unter 0,5% liegt. Sollte eine solche Maßnahme tatsächlich empfehlenswert sein, wird eine eingehende Erklärung und Beratung im Einzelfall erfolgen.

 

NIPT – „mütterlicher Bluttest“

Seit ca. 2012 ist es möglich, lediglich durch eine mütterliche Blutabnahme gewisse Chromosomenstörungen des ungeborenen Kindes in einem sehr frühen Schwangerschaftsalter (ab 10. SSW) zu diagnostizieren. In unserer Praxis wird der Harmony® Test des Hersteller Cenata angeboten. Diese Untersuchung ist, wie auch andere pränatale Screeningtests, eine Selbstzahlerleistung.

 

Es ist zu betonen, dass es sich nur um einzelne chromosomale Veränderungenen handelt, die entdeckt werden können: derzeit Trisomie 21 (= Down- Syndom), Trisomie 18, Trisomie 13 sowie Veränderungen der Geschlechtschromosomen (z.B. das sog. Turner- Syndrom). Die Entdeckungsrate unterscheidet sich je nach Chromosomenstörung erheblich (beispielsweise Trisomie 21 höher als 99 %, Trisomie 13 lediglich ca. 80 %), was naturgemäß bei einer Entscheidung zu dieser Untersuchung berücksichtigt werden muss.

 

Die Untersuchung ist als Routine- Suchmethode nicht angezeigt, sinnvoll erscheint sie insbesondere, wenn im Rahmen einer vorgeburtlichen Risikoanalyse (Nackenfaltemessung/ Ersttrimetserscreening) ein grenzwertig erhöhtes Risiko festgestellt wurde. In jedem Fall ist bei dem Ergebnis eines auffälligen Chromosomenbefundes durch den Test die Absicherung der Diagnose durch  eine zusätzliche Fruchtwasseruntersuchung oder Mutterkuchenpunktion erforderlich. 

3D/4D Ultraschall

Bei der 3-D- bzw. 4-D- Sonographie erfolgt die Bilddarstellung räumlich, d.h. man erhält unmittelbar einen plastischen, bildhaften Eindruck ähnlich einem Photo. Die Betrachtung ist auch für den nicht medizinisch Ausgebildeten beeindruckend, da ein sehr plastisches Bild entsteht, welches unmittelbar erkannt und nachvollzogen werden kann. Die Darstellung kann sowohl als Standbild (3D) sowie auch in Echtzeit (4D) erfolgen.

 

Neben diesem „photographischen“ Effekt lassen sich durch die 3-D– Sonographie Einstellungen erreichen und Organe in einer Qualität darstellen, die durch die normale (2-D-) Sonographie nur schwer zu realisieren ist. 

Äußere Wendung / Betreuung Beckenendlagengeburt

Wenn sich gegen Ende der Schwangerschaft das Kind in einer so genannten Beckenendlage (d.h. das Kind liegt mit dem Po nach unten) befindet, so stellt dies immer eine besondere Herausforderung für den Geburtshelfer dar.

 

Oft wird in dieser Situation die Geburt durch einen Kaiserschnitt ausgeführt bzw. empfohlen, gleichwohl stellt die normale, vaginale Geburt eine echte Alternative dar. Zudem kann in der 36./ 37. Schwangerschaftswoche versucht werden, das Kind durch eine sogenannte  „Äußere Wendung“ in Schädellage zu bringen.

 

Aufgrund einer besonderen geburtshilflichen Erfahrung bietet Dr. Waibel sowohl das Manöver der Äußeren Wendung als auch die Betreuung der vaginalen Geburt bei Beckenendlage an. Natürlich müssen in diesem Falle eine sehr eingehende Untersuchung der Schwangeren und ein ausführliches Gespräch im Vorfeld erfolgen, die Betreuung erfolgt im gegebenen Fall im Sankt Elisabeth Hospital in Gütersloh durch Dr. Waibel persönlich.

Betreuung von Schwangerschaft / der Geburt bei Mehrlingen

Mehrlings-Schwangerschaften (am häufigsten Zwillinge) stellen vor dem Hintergrund  des Schwerpunktes der vorgeburtlichen Diagnostik/ Geburtsmedizin sowie der speziellen Ultraschallqualifikation unserer Praxis (DEGUM II) ein besonderes Anliegen der Betreuung dar.

 

Wir bieten – wie bei der Beckenendlage – nach individueller Absprache auch die persönliche  Betreuung/ Leitung der Geburt (Dr. Waibel) im St. Elisabeth Hospital Gütersloh an.